Die betrogene Frau - prezentácia (Greiner)
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ZERPLATZTE TRÄUME
Warum die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen
in Österreich besonders lange auf sich warten lässt
(Seminararbeit)
SS - Mündliche Kommunikation
Mag. Andrea Greiner
Inhalt
Einführung
Zahlen, die für sich sprechen
Bildung = Gleichberechtigung?
Wieso wird die Frau immer noch anders angesehen als der Mann?
Folgen auf dem Arbeitsmarkt
Wieso gelingt nur selten den Frauen der Aufstieg?
Schlusswort
Literaturverzeichnis
Thesenblatt
Anhang
1
Einführung
Egal was eine Frau macht, sie muss es doppelt so gut
machen wie der Mann, um mindestens zu Hälfte für so gut
gehalten werden wie er. Zum Glück ist das nicht so schwer.
Jeder - ob Mann oder Frau - sollte für die selbe
Arbeit das Gleiche Geld bekommen. Leider ist das
nicht immer so eindeutig.
Diese Arbeit versucht die Gründe für die
wachsenden Einkommensunterschiede zwischen
Männern und Frauen in Österreich darzustellen,
an Hande des Leitartikels im PROFIL von Februar
dieses Jahres „Die betrogene Frau“.
Die Auswahl des Themas für diese Arbeit, und für
das in der Stunde gehaltene Referat, war von
meiner Seite aus ganz bewusst, da ich mich
schon im Rahmen einer anderen Studie damit
befasst habe. Aber auch ganz persönliche Gründe
haben eine Rolle gespielt. Die Gleichberechtigung
von Mann und Frau ist für mich, für meine Karriere
und mein Leben, da ich selber eine Frau bin, nicht nur ein emotionalles, sondern
auch ein rein praktisches, alltägliches Thema. Und so soll dies auch ein Versuch
sein, neben den ganz objektiven, durch Beobachtungen und Untersuchungen
festgelegten Fakten, meine ganz eingene Sicht, meinen Standpunkt zum Ausdruck
zu bringen.
Ich werde versuchen diese Arbeit in mehrere Sinnabschnitte zu gliedern. Am Anfang
werde ich die unterschiedlichen Zahlen zwischen der „Männer- und der Frauenwelt“
presentieren und diese mit Statistiken belegen. Danach werde ich mich befassen mit
der Entwicklung des Verhältnisses zum Studium und zu Arbeit bei den Frauen. Ein
weiterer Punkt wird die Beschreibung der wirklichen Situation der Frauen auf dem
Arbeitsmarkt sein. Anschliessend werde ich die eigentlichen Gründe, wieso es
Frauen schwerer auf dem Arbeitsmarkt haben, beschreiben und auch die Folgen, die
daraus ergehen. Zum Schluss werde ich versuchen einige Ziele und Ansätze zu
liefern, was man tun oder ändern könnte, um diese Sitation zu verbessern.
J. Howard Miller's poster
"We Can Do It!"
2
Zahlen, die für sich sprechen
Am Anfang ein paar Zahlen. Aus einer Statistik1 über die Einkommensunterschiede -
also welche Berufsgruppe pro Jahr wie viel verdient - können wir folgendes
herauslesen:
Die Durchschnitzgehälter bei den Angestellte (Vollzeit) betragen bein den Männern
42.497 €, bei den Frauen nur 27.651 €.
Die Durchschnitzgehälter bei den Arbeitern (Vollzeit) betragen bein den Männern
27.632 €, bei den Frauen 18.700 €.
Die Durchschnitzgehälter bei den Lehrlingen (1. Lehrjahr) betragen 6216 € bei den
Burschen und 4284 € bein den Mädhen.
Auch die Einkommensuterschiede zwischen Frauen und Männern, bezogen auf den
Stundenlohn, sind mehr als sichtbar. In Österreich sind es schon 20 % der Frauen,
die weniger verdienen als Männer.
Auch bei den Pensionen bestehen gewaltige Unterschiede. Die durchschnittliche
Pensioneshöhe im Monat beträgt 1158 € bei den Männern und 692 € bei den
Frauen.
So gibt es imArbeitsbereich auch eine ins Auge stechende Domäne, was
Teilzeitarbeit angeht. In Österreich liegt die Teilzeitquote von Frauen sogar über dem
EU Durchschnitt. Der Teilzeitarbeitanteil ist hier 41,5 % bei den Frauen und nur 7,4%
bei den Männern.
Auch gibt es deutlich Weniger Frauen in Top-Jobs. Im Gegensatz zum EU
Durchschnitt sinkt in Österreich die Zahl der Frauen in Führungsfunktionen.
Wenn es im Jahre 2001 noch 32,3 % Frauen waren gegenüber 67,7 % Männer, sind
es 5 Jahre später nur noch 28,7 % Frauen gegenüber 71,3 % Männer.
Wie diese Statistiken belegen, bestehen grosse Unterschiede in der Bezahlung
zwischen den Geschlächtern. Und das trotz dem, dass z.B. die Mädchen besser sind
beim Studium, mehr lernen und auch bessere Ergebnisse erreichen. Ich gehe
deshalb auf das Lernen ein, weil die Bildung und Gleichberechtigung der
Geschlechter kulturell verknüpft sind, wie man es auch gut in der folgenden
Geschichte, frei übernommen aus dem Profil-Artikel, sehen kann.
In der afghanischen Shamali-Ebene, nördlich von Kabul, ist es z.B noch nicht lange
her, dass Lesen und Schreiben lernen für Mädchen verboten war. Unter den Taliban
galt Lernen als Laster. Es hiess...“es bringt Mädchen auf dumme Gedanken, macht
sie aufmüpfhig und wählerisch, was ihren künftigen Ehemann Getrifft. Und es
gefährdet damit die „gottgewollte“, die „Natürliche“ Ordnung zwischen Männern und
Frauen“.2
1 Siehe auch die Statistiken im Anhang
2 Profil: Das leere Versprechen, S.16
3
Bildung = Gleichberechtigung?
Die Bildung und Gleichberechtigung der Geschlächter sind miteinander verknüpft.
Wie Sibylle Hamann und Eva Linsinger schreiben: „Bildung für Mädchen ist das Tor
in die Moderne; sie ist der Schlüssel zu einer gerechten Ressourcenverteilung, zu
besserer Familienplanung, zu mehr Gesundheit, Wohlstand und Zivilisation.“3
Es hiess, die Mädchen sollen ehrgeiziger sein, mehr Leistung und Mut aufbringen.
Und das taten sie auch. In der Schule haben sie die Jungen mittlerweile abhegängt.
Sie stellen in Österreich 56 % der Maturanten da, und das mit besseren Noten.
Frauen bilden mit 58 % die Mehrheit der Studienanfänger und mit 54,4 % auch
Mehrheit der Uniabschlüsse. Sie brauchen weniger Semester, schneiden bei
Prüfungen besser ab und absolvieren mehr Praktika und Auslandsaufenthalte beim
Studieren als Männer. Frauen haben die Männer in den Schulen und an den
Universitäten abgehängt. Nur nicht als Professorinnen.4
3 Hamann, S.; Lisinger, e.: Weissbuch Frauen / Schwarzbuch Männer, S.58
4 Profil: Das leere Versprechen, S.17
4
Aber eigentlich hat sich trotz dem allem nicht sehr viel verändert, denn die heutige
Situation ist so gesehen fast die gleiche wie 1948 - die Technik hat sich veränder, die
Bezahlung nicht. Frauen werden heute Pilotinen, Profiboxerinen oder
Atomphysikerinen, sie nehmen als Soldatinnen an Militäroperationen teil. Die
Alphamädchen stehen aber, mitsamt ihrem neuen Selbstbewusstsein, in einer
Umgebung, die sich erstaunlich wenig verändert hat. Der Chef ist noch immer ein
Mann, der jüngere, aber mänliche Arbeitskolege bekommt mehr Gehalt, und zu
Hause räumen sie, wie einst ihre Mütter, den Geschirrspüler aus. Und dan wird stollz
gesagt: Wir sind Frauen des 20.Jahrhunderts! Darauf könnte man antworten:
Ja, von 1900 bis 1950.
Es gibt mittlerweile Leitfäden für eine gendergerechte Sprache, Frauenparkplätze in
den Garagen, Frauenlehrstühle an den Universitäten und auf Frauen zugeschnittene
Börsenportfolios. Und trotzdem geht die Einkomensschere in immer weiter
auseinander. Frauen werdienen für die gleiche arbeit 20% oder sogar ein drittel
weniger als Männer, gleichzeitig sinkt ihr Anteil an Spitzenpositionen.5
5 Profil: Das leere Versprechen, S.17
5
Wieso wird die Frau immer noch anders angesehen als der Mann?
Also wie ist es möglich? Wie kommt es, dass Frauen, die heute genau das gleiche
oder sogar mehr leisten als Männer, trotzdem noch immer abgewertet werden, und
das nicht nur durch die Bezahlung? Hat man die Frauen betrogen? Oder geht es gar
nicht um Wissen und Leistung?
Um die Gründe für diesen doppelten Meter für Frauen und Männer zu ergründen,
müssen wir nicht nur tief in die Geschichte eintauchen, sondern auch tief in uns, in
das eigentliceh verstehen der „Frauenrolle“ und der Männerrolle“. Den diese
festgelegten Unterschiede in den Ansehen von Mann und Frau sind in uns tief
eingewürzelt, werden von Generation zu Generation, ob bewusst oder unterbewusst
weitergegeben, wir werden damit von klein auf konfrontiert. Mädchen tragen rosa und
Jungs blau.
Somit stehen also am Anfang die soziologischen Gründe und die Frage: Was willst
du werden, wenn du gross bist? Es gibt noch immer die s.g. idealen Frauen- und
Männerjobs. Der idealtypische Junge stellt sich seine Zukunft als „Kapitän auf einem
hoch entwickelten Raumschiff“ vor, „das andere Galaxien durchquert“. Das
idealtypische Mädchen hingegen ist „Herrin auf einem Reiterhof, umgeben von
fleissigen Stallburschen und Tierärzten, und hat die Mission, krankte Pferde vor dem
Schlachthof zu retten“.6 Der Mann ist der tapferer Vorscher und Held, die Frau
kümmert sich aufopferungsvoll um andere.
Eins der Haupthindernisse für den Aufstieg von Frauen ist auch, dass sie sich in ihrer
Ausbildung und in ihren Ambitionen nur auf wenige Berufe konzentrieren. Denn
grundsätzlich gilt - je höher der Männeranteil in einer Branche, desto grösser sind die
Verdienstchancen und das gesellschaftliche Ansehen. Aber sobald Frauen in eine
Branche drin sind, die Geld und Status verspricht, und sie sich aneignen, wird der
Beruf abgewertet. So wird z.B. aus dem respektierten Sekretär im 19. Jahrhundert
die Tippse, der Lehrer als gefürchtete Autoritätsfigur wird zu überfordeten,
bemitleidenswerten Lehrerin. So kommen wir zu einer wichtigen Feststellung: Arbeit
hat einen sehr unterschiedlichen Stellenwert - je nach dem, wer sie leistet.
Auch spielt die Arbeit eine andere Rolle im Leben der Frau. Denn es wird ja
vermutet, dass Frauen noch ein eigentliches Leben außerhalb der Lohnarbeit haben.
Sie arbeiten, weil es ihnen Spaß macht oder nicht von dauer. Dagegen Lohnarbeit
bei Männern ist identitätsfindend und gehört zur männlichen Existenz an und für sich.
Ein weiteres Kapitel sind die s.g. Frauenberufe. Die haben ja fast immer etwas damit
zu tun, was die Frau eigentlich auch zu Hause, in der Familie erledigt, oder erledigen
sollte. Also es ist fast immer das gleiche, was man von der Frau auch zu Hause
erwartet - das sie sich um andere kümmert, ihnen hilft. Frauenarbeit ist Vor-, Zu- und
Nacharbeit, oft bezogen auf jemand anderen, der dann die „richtige“ Arbeit macht.
6 Profil: Das leere Versprechen, S.18
6
Davon sind oft auch die Charakterisierungen der jeweiligen Jobs betroffen, denn
diese beschreiben oft den Charakter der idealen Frau. Wiebliche Job-Descriptions
benennen Fähigkeiten, die man Frauen auch privat gern zuschreibt: Die Bedürfnisse
der anderen zu den eigene machen; dafür sorgen, dass jeder satt und zufrieden ist;
andere bei Laune zu halten; unauffällig dafür sorgen, dass der Laden läuft.
Den das Klischee lautet - was zum weiblichen Charakter gehört, tun Frauen intuitiv,
ohne sich anzustrengen, das sie es „im Blut“ haben.
Folgen auf dem Arbeitsmarkt
Auch dem Arbeitsmarkt hat dieses Denken weitreichende Folgen. Denn wieso sollte
man viel bezahlen für etwas, dass die Frau auch sonst zu Hause tut? Gut ist diese
Politik z.B. in dem Lohnniveau in der Pädagogik und Pflegeberufen zu sehen. Denn
es herscht ja die allgemeine Meinung, dass ob es um das eigene Kind oder ein
anderes geht, dass spielt doch keinen unterschied für die Frau.
Auch ein weiteres Klischee ist sichtbar. Die Frau ist von der Natur fürs kümmern und
fürsorgen ausgestattet und wird dafür normalerweise mit Zuneigung belohnt. Es gilt
die These: „Was Mama macht, ist keine Arbeit. Mama liebt, und das ist
unbezahlbar.“7 Männern bleibt so mehr Geld, denn Männerarbeit wird ja „normal“
bezahlt. Männer bekommen nicht Zuneigung, sondern Geld gegen Leistung. Ihr Job
ist bezahlbar.
Es ist nachgewiesen, dass nach mehreren Jahren grosse Unterschiede im Aufstieg
und Bezahlung trotz der selben Ausgangsposition bestehen. Der einzige
unterschiedliche Faktor ist das Geschlecht. Das hat auch mehrere Gründe.
Zum einen ist da die unbewusste Homophilie. Ein Vorgesetzter (Mann) fördert am
liebsten seinesgleichen. Dies führt zu den s.g. Männerbünden, die die
Ausgrenzungen der Frauen noch unterstützen. Auch gilt die Gleichung gleicher
Partner = mehr Loyalität. Wenn eine Person gleich redet, sich gleich anzieht, die
selben Witze lustig findet und im selben Golfclub mitglied ist, bedeutet das, dass er
auch gleich denkt und deswegen auch loyaler ist als „der Feind“. Den Menschen, die
anders aussehen, hält man von vornherein für weniger leicht berechenbar und
vertrauensvoll.
Zum anderen ist da der Fakt, dass Personalchefs gleich an Männer bei Besetzung
einer Position denken, denn Frauen entsprechen dem Erfolgstypus nicht, selbst
wenn sie exakt dasselbe tun. Wie bei einer Studie festgelegt wurde, bei zwei
identischen Job-Interviews werden Männer als schlagfertig bezeichnet, Frauen
hingegen als aggresiv. Der Mann ist zielsträbig, die Frau ist karieregeil. Frauen
werden in dieser hinsicht oft auch als überehrgeizig beschrieben. Und das „über“
suggeriert sofort, dass sich eine Frau mehr genommen hat, als ihr zusteht.
7 Profil: Das leere Versprechen, S.18
7
Wieso gelingt nur selten den Frauen der Aufstieg?
Frauen wird der Aufstieg einfach unangenehmer gemacht. Einerseitz bezahlt es sich
weniger, nicht nur um auf das Geld zurückzukommen, wobei weibliche
Führungskräfte verdienen um rund 27% weniger als ihre männlichen Kolegen.
Aber auch die Trophäen des Erfolgs sind oft nur für Männer geeignet - ein grosser
Dienstwagen, eine hübsche Sekretärin, die VIP-Lounge im Fußballstadion. Auch
privat besteht ein Unterschied. Der erfolgreicher Mann ist atraktiver für das andere
Geschlecht, die erfolgreiche Frau wird gemieden und muss mit viel höhere
Wahrscheinlichkeit darauf verzichten, Kinder zu haben. Denn eine Frau kann ohne
Unterstützung von „der Ehefrau“ nicht beides haben - Erfolg und Familie
Aus all dem ergibt sich ein Phänomen, das mehrere Studien offenbaren. Je höher die
Frau ist, desto mehr verlässt sie die Lust, weiter aufzusteigen. Denn was man
ohnehin nicht erreichen kann, strebt man erst gar nicht an. Auch der Frust darüber,
wie viele Kompromisse man bisher eingehen musste für den Aufstieg, spielen eine
Rolle. So sind Frauen nach einigen Jahren nicht mehr bereit, sich mit Haut und
Haaren dem Berur zu verschreiben.
Beruflicher Erfolg zahlt sich einfach für Frauen weniger aus als für Männer. „Die
leistung, die sie bringen müssen, ist grösser, der persönliche Preis, den sie zahlen,
höher, die Belohnung mickriger. Aus dieser Kosten-Nutzen-Rechnung zieht jede Frau
ihre Bilanz.“8
Und so ist für die Arbeitswelt (und für die Männer) klar, dass Frauen weniger
ehrgeizig sind. Dass es an ihnen selbst liegt. Ursache und Wirkung sind so in einer
Spirale. Und es wird daraus eine unendliche Geschichte.
Schlusswort
Aus dem hier Geschrieben wird klar - die Denkweise muss sich ändern. Und das ist
eine Lauf auf langer Strecke. Die Frau nicht nur als Hausfrau und Mutter zu sehen,
sondern als eine selbständige, auf eigenen Beinen stehende Person mit den selben
Rechten und Pflichten wie der Mann - noch immer für viele nicht selbstverständlich.
Man muss nach und nach veruschen, die Steine, die den Frauen in den Weg gelegt
werden, zu beseitigen. Kampagnen in den Medien starten. Gleiche Anzahl an Frauen
und Männern zu Vorstellungsgesprächen einladen. Und nicht zu letzt, unseren
Töchtern auch etwas anderes auf den Weg mit zugeben, ihnen etwas mehr
beibringen als immer nett, hubsch und still da sitzen und auf den Prinzen, den
Richtigen, den Mann zu warten.
Und zum Schluss wurde ich gerne mit einer persönlichen Bemerkung enden. Ein
Mann hat mal zu mier gesagt: „Du musst eine Karrierefrau werden, denn du kannst
nicht kochen und magst nicht Hausarbeiten zu erledigen.“
Ich sage - Ich will eine Karrierefrau werden, denn ich will nicht nur kochen und
Hausarbeiten erledigen!
8 Profil: Das leere Versprechen, S.21
8
Literaturverzeichnis
Hamann, S.; Lisinger, e.: Weissbuch Frauen / Schwarzbuch Männer.
Wien: Zsolnay & Deuticke Verlag 2008.
Profil: Das leere Versprechen. Leitartickel. Heft 6, von 4.2.2008
Web:
http://gstudies.asp.radford.edu/sources/nz/keyecon.htm
In: Hilary M. Lips: "Women, Education, and Economic Participation"
log in: 20.12.2008
http://gstudies.asp.radford.edu/sources/wage_gaps/payestimates1.htm
In: Stephanie M. Hoban: Do We Know Where We Are?
log in: 20.12.2008
http://gstudies.asp.radford.edu/sources/wage_gaps/wagegap.htm
In: Dr. Hilary Lips: Pay Equity and Woman´s Wage Gaps
log in: 20.12.2008
9
DIE BETROGENE FRAU - THESENBLATT
Die Einkommensunterschiede zwischen Mann und Frau werden größer, die Karrierechancen schlechter.
Warum die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in Österreich besonders lange auf sich warten
lässt.
Gliederung des Beitrags:
1.) Einführung - Statistiken, ein paar Zahlen
2.) Etwas zu Entwicklung des Verhältnisses zum Studium und zu Arbeit bei den Frauen
3.) Die Beschreibung der wirklichen Situation der Frauen
4.) Die Gründe, wieso es Frauen schwerer haben auf dem Arbeitsmarkt
5.) Folgen die daraus ergehen
Gründe:
-
soziologische Gründe (idealer Frauenjob/ idealer Männerjob)
-
Frauen konzentrieren sich auf wenige Berufe (mehr Männer in einer Branche = mehr Geld und Anssehen)
-
ARBEIT HAT EINEN SEHR UNTERSCHIEDLICHEN STELLENWERT - JE NACH-DEM, WER SIE LEISTET
(Sekretär/ Tippse, Lehrer als gefürchtete Autoritätsfigur/ überfordete Lehrerin für wenig Geld)
-
eine Andere Rolle der Arbeit in dem Leben der Frau / Lohnarbeit bei Männer ist identitätsfindend und gehört zur
männlichen Existenz an und für sich
-
FRAUENARBEIT IST VOR-, ZU- UND NACHARBEIT, OFT BEZOGEN AUF JEMAND ANDEREN, DER DANN DIE
„RICHTIGE ARBEIT MACHT
-
Frauenberufe - eigentlich das gleiche erledigen wie zu Hause, in der Familie
-
ZUM WEIBLICHEN CHARAKTER GEHÖRT, TUN FRAUEN INTUITIV, OHNE SICH ANZUSTRENGEN
(Charakterisierung des Jobs = Charakter der Frau)
Folgen auf dem Arbeitsmarkt:
-
wieso viel bezalhen für etwas, dass die Frau auch sonst zu Hause tut?
-
Lohnniveau in der Pädagogik und Pflegeberufen (das eigene Kind oder ein Anderes, dass ist doch kein unterschied)
-
DIE FRAU IST VON DER NATUR FÜRS KÜMMERN UND FÜRSORGEN AUSGESTATTET UND WIRD DAFÜR
NORMALERWEISE MIT ZUNEIGUNG BELOHNT. WAS MAMA MACHT, IST KEINE ARBEIT. MAMA LIEBT, UND
DAS IST UNBEZAHLBAR.
-
Männerarbeit - Geld gegen Leistung - ist bezahlbar)
Wieso gelingt nur selten den Frauen der Aufstieg, Macht, Geld?
-
nach mehreren Jahren große Unterschiede im Aufstieg und Bezahlung trotz selber Ausgangsposition - nur das
Geschlecht unterscheidet
-
unbewusste Homophilie:
ein Vorgesetzter (Mann) fordert am liebsten seinesgleichen
Männerbünde = Ausgrenzungen
Gleicher Partner = mehr Loyalität
Personalchefs denken gleich an Männer bei Besetzung einer Position
-
Frauen entsprechen dem Erfolgstyp Typus nicht, selbst wenn sie exakt dasselbe tun
(Männer sind schlagfertig / Frauen sind aggresiv, eine Frau ist karieregeil / eine Mann ist zielsträbig)
-
Frauen = überehrgeizig - das „über“ suggeriert, dass sich eine Frau mehr genommen hat, als ihr zusteht
-
Frauen wird der Aufstieg unangenehmer gemacht
es bezahlt sich weniger (weibliche Führungskräfte verdienen um 27% weniger)
;
Trophäen des Erfolgs nur für Männer geeignet
erfolgreicher Mann ist atraktiver, die Frau wird eher gemieden
ein Mann hat immer Unterstützung von „der Ehefrau“ - eine Frau kann nicht beide haben Erfolg und Familie
Je höher die Frau ist, desto mehr verlässt sie die Lust, weiter aufzusteigen:
-
was man onehin nicht erreichen kann, strebt man erst gar nicht an
-
Frust wegen zu vielen Kompromissen
-
Frauen sind nach einigen Jahren nicht mehr bereit, sich mit Haut un Haaren dem Berur zu verschreiben
BERUFLICHER ERFOLG ZAHLT SICH FÜR FRAUEN WENIGER AUS ALS FÜR MÄNNER. DIE LEISTUNG, DIE SI
BRINGEN MÜSSEN, IST GRÖẞER, DER PERSÖNLICHE PREIS, DEN SIE ZAHLEN, HÖHER, DIE BELOHNUNG
MICKRIGER. AUS DIESER KOSTEN-NUTZEN-RECHNUNG ZIEHT JEDE FRAU IHRE BILANZ.
Und so ist für die Arbeitswelt (Männer) klar, dass Frauen weniger ehrgeizig sind. Dass es an ihnen selbst liegt. Ursache
und Wirkung sind so in einer Spirale.
Alphamädchen - ein starkes, selbstbewusstes Mädchen, gleichwertig mit dem Mann, fördert das selbe
Einkommensschere - die Gehälter entfernen sich immer mehr von einander, wie die zwei Teile einer Schere
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