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ANALÝZA VYUčOVACEJ HODINY - WORTSCHATZ (Slobodová)

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ANALÝZA VYUČOVACEJ HODINY

(WORTSCHATZ)

Didaktika NJ a literatúry I.A

Mgr. Gabriela Slobodová, PhD.

Inhaltsverzeichnis

Wortschatz..........................................................................................................................2

Wortschatzarbeit im Unterricht............................................................................................3

Definition von Curriculum und Lehrplan..............................................................................5

Didaktische Schwerpunktsetzung für den Gegenstand der Unterrichtseinheit...................6

Zu Analyse de Unterrichsstunde ........................................................................................7

Literaturverzeichnis ..........................................................................................................14

Wortschatz

„Eigentlich sollte es sich ja inzwischen herumgesprochen haben, dass die Grammatik sehr
viel weniger wichtig für die Kommunikation ist als die Kenntnis eines relevanten
Wortschatzes. Ich kenne nicht eine einzige Gesprächssituation, die wegen grammatischer
Unsicherheit oder unbekanntnis zusammengebrochen wäre, wohl aber sehr viele Fälle, wo
Kommuniaktion wegen unbekannter Wörter nicht zustande kam.“1

Das Hauptziel bei Fremdsprachevermittlung ist die kommunikative Kompetenz. Hierfür sind
wichtig wie die Kenntnisse - also alles was man kennen muss, all die sprachlichen Mittel
(hierbei geht es um deklaratives Wissen), so auch die Fähigkeiten - also alles was man
können sollte. Hier handelt es sich um rezeptive Fähigkeiten (Hörverstehen und
Leseverstehen) und um produktive Fähigkeiten (Lesen und Schreiben).

Einer der wichtigsten Elemente der kommunikativen Kompetenz ist es den Wortschatz der
Sprache, in der wir kommunizieren wollen, zu kennen und ihn richtig einsetzen zu können.

Der Wortschatz wird definiert als „die Gesamtheit aller Wörter einer Sprache. Man
unterscheidet den Grund- oder Kernworschatz, zu dem die allgemein gebräuchlichen
Beziehungen gehören und die Peripherie des Wortbestandes, zu der die Neologismen,
Fachausdrücke, Fremdwörter, Mundartwörter u.a. gehören.“2

Die Antwort auf die Frage wie viele Wörter kennt eigentlich ein Erwachsener lässt sich nicht
so eindeutig beantworten, wie man es auf den Ersten Blick denken könnte.
„Grob ausgedrückt kann man sagen, dass jede Kultur ein sehr komplexes System von ...
zusammenhängenden Elementen hervorbringt, das anzeigt, wie wichtig bzw. weniger wichtig
diese für die Erhaltung und Weiterentwicklung dieser bestimmten Kultur sind. Die Bedeutung
dieser Elemente können die Mitglieder einer Gesellschaft mit einer grossen Zahl von Wörtern
ausdrücken. Sie müssen also viele Wörter kennen. Wie gross diese Zahl ist, lässt sich nicht
genau sagen - es gibt dazu verschiedene Vorstellungen.“3

Nach unterschiedlichen Schätzungen beträgt die Größe des Wortschatzes des
Gegenwartsdeutschen etwa 300 - 500 000 Wörter, ohne die Fachwörter und
morphologischen Wortformen. Das ist eine Größe, die von keinem Muttersprachler
beherrscht wird, selbst die Wörterbücher enthalten viel weniger Wörterbucheinträge. Obwohl
es Ziel jedes einsprachigen großen Wörterbuches ist, den aktuellen Wortschatz der
deutschen Gegenwartssprache möglichst umfassend darzustellen, ist es dennoch
unmöglich, die geschätzte Zahl von 500 000 Wörtern und eine noch höhere Zahl von
fachsprachlichen Fügungen in ein Wörterbuch aufzunehmen. So sind im DUDEN
Universalwörterbuch (1989) 120 000, im LGDaF (Langenscheidt Deutsch als Fremdsprache)
(1992) 60 000 Wörter/Lemmata enthalten d.h. jeweils beachtliche Ausschnitte des
angenommenen Gesamtwortschatzes. Das Große Wörterbuch der deutschen Sprache
enthält nach eigenen Angaben in der zweiten, achtbändigen Ausgabe mehr als 200 000
Stichwörter, aus der Zeit von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Der zentrale
Wortschatz (Kern des Wortschatzes aufgrund der Häufigkeit) des Deutschen wird mit etwa
70 000 Wörtern veranschlagt.

Je nach Bildungsgrad, Beruf, Interessengebiet und sozialer Umgebung verfügen die
Sprecher über ganz unterschiedliche Wortschatzgrößen. Im Allgemeinen sagt man,
dass ein Durchschnittssprecher etwa über 6000 - 10000 Wörter im gesprochenen
Alltagsdeutsch verfügt, wobei zwischen aktivem (Wörter, die wir benutzen) und

11 Deutsch als Fremdsprache - Eine Didaktik. S. 55
2 Moderne Linguistik. Eine Propädeutik für Germanisten. S. 205
3 Wortschatzarbeit und Bedeutungsvermittlung. S.9

1

passivem (nur verstehender, rezeptiver Gebrauch) Wortschatz des Individuums große
Unterschiede bestehen können. Routinierte Schreiber benutzen mindestens
10 000 Wörter. Einfache Alltagssituationen kann man mit etwa 400 - 800 Wörtern
meistern,doch bereits in einem größeren Kaufhaus können etwa 60 000 Markennamen
vermerkt sein. Der Durchschnittssprecher versteht etwa 50 000 Wörter, doch bereits
zweijährige Kinder verstehen auf dem Niveau ihrer Sprachkompetenz etwa 500 Wörter. Zum
Lesen von literarischen Texten, anspruchsvollen intellektuellen Tageszeitungen braucht man
etwa 5000 Wörter, doch z.B. die heute üblichen und sich immer mehr verbreitenden neuen
elektronischen Kommunikationsformen, die Chat- und SMS-Kommunikation, kann man mit
etwa 100 - 200 Wörtern bestreiten.

„Der Unterschied zwischen aktivem und passivem Wortschatz kann beachtlich sein,
gleichzeitig muss man aber wissen, dass sich der Wortschatz im Laufe der Zeit, im
Leben eines Individuums, sehr verändern kann. Sicher ist jedoch, dass der passive
Wortschatz immer der größere und umfangreichere bleibt.“4

Wortschatzarbeit im Unterricht

„Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass wir sehr gut und schnell eine grosse Anzahl von
Infomationen aufnehmen und verarbeiten. Offensichtlich werden die Wörter sehr effektiv im
Gehirn gespeichert und verwaltet. Wir erkennen bekannte Wörter sofort wieder und können
sie bei Bedarf sehr schnell abrufen. ... Dass wir einen so blitzartigen Zugriff auf einzelne
Wörter haben, ist erstaunlich. Wie kann man eine solche Masse an lexikalischen Einheiten
so schnell bewegen? Angesichts dieser Tatsachen liegt es nahe zu schliessen, dass der
Wortschatz einfach optimal strukturiert ist. ... Wir müssen also annehmen, dass dieser sehr
umfangreiche Wortschatz qualitativ gegliedert sein muss.“5

Unter didaktisch-methodischen Aspekten verlangen beim Wortschatz die folgenden Bereiche
besondere Aufmerksamkeit:
1. die Auswahl und Anordnung des Wortschatzes
2. die Einführung des Wortschatzes, und damit eng verbunden,die Bedeutungserschliessung
3. das Einüben vor allem des aktiven Mitteilungswortschatzes und seine Verankerung im
Langzeitgedächtnis
4. die Aktivierung des Wortschatzes für die Sprachverwendung
5. der kontrastive Aspekt, d.h. der Aufbau des fremdsprachlichen semantischen Systems bei
gleichzeitiger Ablösung vom muttersprchlichen Bedeutungssystem.

„Das Ziel der Wortschatzarbeit besteht in der Aneignung eines dauerhaften, schnell
abrufbaren, disponibel verknüpfbaren und korrekt anwendbaren Wortschatzbesitzes, der auf
die Realisierung von relevanten Kommunikationsabsichten und die Bewältigung bestimmter
Themen und Kommunikationssituationen abgestimmt ist. Wenn es das Lerziel des
Unterrichts ist, Texte angemessen verstehen und produzieren zu können, bedeutet das in
Bezug auf den Wortschatz, während des Lesens oder Hörens eines Textes den
erforderlichen Wortschatz für das Verständnis der Textaussage verwerten und Wortschatz
beim Sprechen oder Schreiben angemessen verwenden bzw. geschickt umschreiben zu
können. Abstrakte Wortschatzkenntnisse sind kein Lernziel des DaF-Unterrichts, z.B. die
Fähigkeit, die Bedeutung isolierter fremdsprachlicher Wörter in der Muttersprache
wiedergeben zu können.“6

4 Aspekte des Deutschen Wortschatzes. Ausgewählte Fragen zu Wortschatz und Stil. S. 14, 15
5 Wortschatzarbeit und Bedeutungsvermittlung. S.10
6 Deutsch als Fremdsprache. Eine Didaktik. S. 57

2

„Neuer Wortschatz wird im Sprachunterricht im Kontext eingeführt und erschlossen. Das
erleichtert das Verstehen, fördert die Bildung assoziativer Verbindungen inerhalb des
Wortschatzes und ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Verankerung im Gedächtnis.
Das Einführen und Verstehen neuen Wortschatzes kann aus diesem Grund nicht
unabhängig von der Textarbeit und vom Textverstehen gesehen werden.

Jegliche Wortschatzarbeit beginnt mit dem Verstehen der neuen Wörter. Die Schüler sollten
bei der Bedeutungserschliessung möglichst aktiv mit dem neuen Wortschatz umgehen, z.B.
die Bedeutung unbekannter Wörter aus dem Kontext erschliessen, erschlossene
Bedeutungen anhand des Wörterbuchs / Glossars überprüfen, Wortbildungen analysieren
usw. Ein aktiver Umgang der Schüler mit dem neuen Lernstoff fördert das Behalten. Als
besonders lernfördernd wird das selbständige Erschliessen neuer Wörter betrachtet, da mit
dieser Aktivität Verbindungen zwischen der Wortform einerseits und dem Kontext und den
Kenntnissen des Lemenden andererseits zustande kommen. Raten bietet deshalb viele
Möglichkeiten, um Wörter in sinnvolle Gedächtnissysteme einzubetten.“7

Ungeachtet dessen kommt der Semantisierung durch den Lehrer in bestimmten
Unterrichtssituationen ein wichtiger Stellenwert zu. Die folgenden Techniken der
Bedeutungserklärung sind im DaF-Unterricht üblich bzw. möglich: nonverbale
Semantisierung, verbale Semantisierung, zweisprachige Semantisierung.

Beim Einüben und Behalten des Wortschatzes ist „Grundsätzlich jede bedeutungshaltige
Übung auch eine Wortschatzübung, da sie Wortschatz aktiviert und seine Zirkulation im
Arbeitsgedächtnis bewirkt. Wortschatzübungen haben einen kognitiv-mentalen und einen
kommunikativen Aspekt: Zum einen soll der fremdsprachliche Wortschatz möglichst tief im
Gedächtnis verankert sowie möglichst dicht und vieldimensional ins Assoziationsnetz des
semantischen Gedächtnisses eingebunden werden (kognitiv-mentaler Aspekt); weiterhin
muss der Bedeutungsumfang und der funktionale Verwendungsradius der Wörter
eingegrenzt werden, sodass sie in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation
möglichst angemessen verwendet werden können (kommunikativer Aspekt).“8

„Wir benutzen rund ein Zehntel der Wörter, die wir verstehen konnen, das gilt
in der Muttersprache und ... auch in der Fremdsprache auf den mittleren und höheren
Lernstufen. Der aktive Wortschatz des Muttersprachlers wandert, der des Sprachlernenden
wächst.9

Zum kommunikativen Erfolg führt nicht der unreflektierte, "wilde" Lernstil, der möglichst
schnell einen möglichst grossen aktiven Wortschatz in Besitz nehmen möchte. Nötig ist:
frühzeitig die Distanz und Selektionsfähigkeit zu entwickeln, die der Lernende braucht, um:
• seinen aktiven Wortschatz zu ordnen, zu sichern
• den intelligenten Umgang mit dem latenten Wortschatz zu lernen.

Zwei Förgerungen ergeben sich. Erstens: Wörter sollten in sinnvollen Texten eingeführt
werden. So die Regel. Sie lässt sich nicht starr durchhalten, denn Unterricht ist ein Teil des
Lebens, und Leben verläuft nieht nach Plan. Zweitens: Systematische Wortschatzarbeit ist
hauptsächlich ein Entdecken, Schaffen und Mitschaffen von Gestalten.

Die grundlich geübte Reflexion uber das Wörter-Verstehen erleiechtert es den Lernenden,
die ordnende Souveränität über die Menge der Wörter zu gewinnen, die auf ihn zudrängen,
und das Suchen im Wörterbuch zu reduzieren. Die Übungen zur Wörterbucharbeit können
helfen, dieses Suchen noch einmal

7 Deutsch als Fremdsprache. Eine Didaktik. S. 58
8 Deutsch als Fremdsprache. Eine Didaktik. S. 65
9 Aufgabenhandbuch. Deutsch als Fremdsprache. Abriß einer Aufgabe - und Übungstypologie. S. 79

3

zu minimieren. Fast alle übrigen Aufgaben und Übungen sind ein Nachdenken und
Nachbauen von Wortschatz-Figuren, -Strukturen.

Hier die möglichen Formen von Aufgaben und Übungen:
- Aufgaben und Übungen zur Reflexion über das Wörter-Verstehen:
- Wörterbucharbeit
- Wörter kennen (oberflächlichere Aufgaben)
- Buchstabenspiele
- Wörter und Pantomime
- Wortfelder
- Wortbildung
- Zusamenspielende Wörter 10

Definition von Curriculum und Lehrplan

In demokratischen, wirtschaftlich und kulturell hochentwickelten Ländern wird anstatt der
Begriffe Lernstoff, Lehrplan, Lernkonzeption, Inhalt der Ausbildung ein komplexerer Begriff
benutzt - das Curriculum.

Als Curriculum bezeichnet man die ganze pädagogische Dokumentation der Schule. Das
Curriculum wird gelegentlich mit Lehrplan oder Lehrzielvorgabe gleichgesetzt. Das
Curriculum orientiert sich aber mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehrprozsesses des
Studiengangs. Insbesondere enthält es Aussagen über die Rahmenbedingungen des
Lernens. Der Begriff wurde Anfang der Siebziger aus den USA importiert und sollte eine
möglichst präzise Regelung nicht nur von Lernzielen und Lerninhalten, sondern auch von
Lernprozessen und der Lernorganisation umfassen.

Laut Erich Petlák „können wir heute das Curriculum anhand dieser Fragen abgrenzen, die
sich auf den Prozess der planung beziehen, auf die Relization und die Bewertung:

 Wieso? ( der Sinn, der Wert, die Funktionen und die Ziele der Ausbildung)

 Wen? (welchen Teil der Population)

 Wie? (mit Hilfe von welchen Lernstrategien)

 Wann? (in welcher Altersstuffe)

 Was? (der Inhalt des Lernsstoffes)

 Unter welchen Bedingungen? (das Umfeld, die Legislativrahmen)

 Mit welchem erwarteten Effekt? (welche Ergebnise werden erwartet)11

Laut dem ŠPÚ in Bratislava geht das neue Curriculum für die Slowakischen Schulen aus
diesen vier Hauptprinzipien aus:

1. Der Schüler als das sich bildende Subjekt.
2. Die Ausbildung ist mit dem realen Leben verknüpft.
3. Nich alles alle lernen.
4. Den Schulen, Eltern und Schülern mehr Freiheit geben.

Die ersten zwei Prinzipien berühren vor allem das neue Verstehen der Beziehungen
zwischen Schüler, Lehrer und Lernsstoff. Das Ziel der Ausbildung soll ein gebildeter, mit
einer individuellen Persönlichkeit entwickelter Mensch sein.12

10 Aufgabenhandbuch. Deutsch als Fremdsprache. Abriß einer Aufgabe - und Übungstypologie. S. 80
11 Všeobecná didaktika, S. 55
12 http://www.statpedu.sk/buxus/generate_page.php?page_id=723

4

Die Rahmenlehrpläne formulieren die Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler
während ihrer Schulzeit erwerben sollen, um den gesellschaftlichen Anforderungen
gewachsen zu sein. Sie sind eine wichtige Grundlage für die Qualitätsentwicklung der
Schulen. Für die Schule und die Lehrkräfte definieren die Pläne Standards, innerhalb derer
eine individuelle Gestaltung der Unterrichtsinhalte nach den Besonderheiten der Schule und
ihres Umfelds möglich ist. Für Eltern sind diese Informationen eine Hilfe für die aktive
Unterstützung ihrer Kinder beim Lernen. Schülern bieten sie eine Orientierung und leisten
einen Beitrag, ihren eigenen Lernprozess selbstständig zu steuern.

Ein Lehrplan enthält:

 die Lehrziele;
 eine Zusammenfassung der Lehrinhalte;
 Art und Anzahl der Lernerfolgskontrollen
 gegebenenfalls auch eine Liste der Grundlagenliteratur;
 die Kompetenzen, die die Schüler erreichen sollen.

Anhand des Lehrplans können sich Lernende über Umfang und Ablauf des Unterrichts
orientieren. Der Lehrplan bietet auf der anderen Seite den Lehrenden eine Grundlage für die
Organisation ihrer Unterrichtstätigkeit. In der Regel sind Lehrpläne so offen formuliert, dass
Lehrende und Lernende innerhalb des thematischen Rahmens ihre eigenen Interessen und
Methodenvorlieben einbringen können. Für die Schulwerke wirken sich Lehrpläne
bestimmender aus.13

Didaktische Schwerpunktsetzung für den Gegenstand der Unterrichtseinheit

 Einbettung des Gegenstandes in eine „natürliche Lernumgebung“ und/oder einen

möglichst realen Erfahrungskontext (im Rahmen von Schule zumeist durch Begegnung
mit authentischen Texten und Materialien oder durch Simulation)

 Analyse der Verwendungssituationen und -kontexte (bes. für Sprachreflexion und

Textproduktion)

 genauere Sachanalyse: Text- und Materialanalyse; Problemanalyse; Kontextanalyse;

Begriffsklärungen

 sinnvoll verwendbare fachwissenschaftliche Methoden (z.B. Verfahren der Textanalyse,

literatursoziologisches Verfahren, kritisch-hermeneutische Verfahren, Verfahren der
Sprachanalyse, Verfahren der Textproduktion...)

 sinnvoll anwendbarer fachdidaktischer, d.h. literatur-, schreib- oder sprachdidaktischer

Ansatz sowie fachdidaktischer Ansatz wie z.B. musischer, emanzipatorischer, medien-
kundlicher, problemorientierter, handlungsorientierter, kreativer.... Deutschunterricht14

13 http://www.berlin.de/sen/bildung/schulorganisation/lehrplaene/
14 http://www.fachdidaktik-einecke.de/1_Unterrichtsplanung/didaktisch_methodische_analyse.htm

5

Zu Analyse der Unterrichtsstunde

Bei der Planung der Unterrichtsstunde ist „das Erste... bestimmt einen Blick in seine
Lehrskizze zu werfen. Und hier ist der Punkt. Eine vollständige, von allen Seiten betrachtete
Lehrskizze hilft, dass der Unterricht nicht an Fehlern scheitert, die uns irreführen und vom
gesetzten Ziel abbringen. Jede Stunde ist sorgfältig zu planen. Nichts oder besser gesagt
nur Geringes darf dem Zufall überlassen sein. Ich sag dem Zufall überlassen, weil wir alle
wissen , dass es während einer Stunde Abweichungen vom Geplanten gibt. Nur die dürfen
nicht allzu viel sein, denn sonst werden wir unser Ziel nicht erreichen können.

Eine Lehrskizze umfasst alle Faktoren, die die Durchführung einer Unterrichtsstunde
bestimmen. Die Dauer ,die Phase, den Medieneinsatz, die Interaktion, auf die ein großer
Wert gelegt werden muss, denn von hier aus wird das Handeln der Schüler hervorgerufen
und die soziale Formen, die die Arbeitsweise in der Klasse ausmachen (Einzelarbeit, PA,
GA).15

Die vorliegende Unterrichtsstunde wurde entworfen für die 6. bis 7. Klasse der Grundschule
in einer Länge von 60 Minuten. Diese Länge ist für die Slowakischen Schulen untypisch, da
normalerweise die Unterrichtsstunde 45, bzw. bei dem Fremdspracheunterricht auch 2 x 45
Minuten dauert. Der Fremdspracheunterricht hat gegenwärtig laut dem Curriculum in der
Regel eine Wochendotation von 3 Unterrichtsstunden für die Deutsche Sprache in der 5. bis
9. Klasse der Grundschulen.16

Aber da der Stundenplan für die 60 Minute entworfen wurde und damit auch die
Zeitaufteilung sich auf diese Länge bezieht, habe ich mit dieser Aufteilung gearbeitet.

Ich bin davon ausgegangen dass Deutsch für diese Gruppe die erste fremde Sprache ist und
dass die Lernenden Deutschunterricht ab der 3. Klasse hatten, also dass sie das jetzt das
dritte, bzw. vierte Jahr Deutsch lernen.

Das verwendete Lehrbuch für diese Unterrichtsstunde war Pingpong neu 2. Zwar war
angeführt, dass es sich um das ältere Lehrbuch Pingpong 2 handelt, aber anhand der
Übungen und der Aufteilung der Texte, und der angeführten Lektion und Seiten ist klar, dass
es sich hier um die neuere Fassung, also Pinpong Neu 2 handelt. Leider hatte ich nur die
älterre Version zu Verfügung, aber auch damit hatte ich eine ziemlich gute Vorstellung
davon, wie die verwendeten Übungen und Bilde ausehen.

Das Lehrwerk ist im diesen Fall und für diese Gruppe von Lernern gut ausgewählt, da es auf
die Zielgruppe von Jugendlichen Lernern im In- und Ausland mit Kenntnissen auf Niveau A1
orientiert ist.

Pingpong neu 2 wird von dem Max Hueber Verlag, dass es herausbringt, beschrieben als ein
Lehrbuch, das „auf die Anforderungen eingeht, die ein moderner Sprachunterricht an ein
Lehrwerk für Jugendliche stellt. Anhand von jugendnahen Themen und Situationen wird eine
authentische Alltagssprache vermittelt. Die Dialoge und Situationen sind so angelegt, dass
die Lerner von der ersten Stunde an miteinander kommunizieren können. Aktives Lernen hält
das Interesse an der neuen Sprache und ihrem Umfeld wach. Gruppenarbeit, Spiele und
Lieder sorgen für Abwechslung und Anregung unterschiedlicher Lernimpulse.“17

15 http://www.deutsch.gr/img/popoti_didaktik_aber_wie.doc
16 Učebné osnovy
17 http://www.hueber.de/huebershop/detail.html?action=show&elka_id=345628&isbn=978-3-19-001655-
6&selected_elka_id=464868

6

Das Thema der Unterrichtsstunde „Bei uns zu Hause“ ist gut ausgewählt da in dem
Bildungsstandard für die 5. bis 9. Klasse der Grundschulen für die Fremdsprachen auch der
Themenkreis „Wohnung und Wohnen“ angeführt ist. Dieser ist näher beschrieben durch die
einzelnen Themen wie „Unsere Wohnung (Haus); Mein Zimmer, die Zimmereinrichtung;
Mein Geburtsort oder Das Leben in der Stadt und auf dem Lande.“18

Auch die Lernihnalte in dem Curriculum für die deutsche Sprache als erste fremde Sprache
für den Unterricht für die 5. bis 9. Klasse der Grundschule beschreiben in dem
Sprachrahmen für die Themen und Situationen / Tätigkeiten das Kapitel „Meine unmittelbare
Umgebung“ und unteranderem auch den Ihnalt „Wohnen, Wohnung, Lage, Zimmer,
Zimmereinrichtung“.19

Auch sieht der Bildungsstandard für die 5. bis 9. Klasse der Grunschulen für die
Fremdsprachen für das Kapitel „Verbaler Ausdruck“ vor, dass „die Schüler können sich in
einer einfacher Art in den Situationen ausdrücken, die mit den Themenkreisen verbunden
sind in der Form von einem Monolog oder Dialog. Die Schüler können einen kurzen Dialog
anfangen über ein Thema, dass inhen nahe steht. Sie können Fragen stellen und
beantworten zum einen Thema, dass inhen nahe stehnt. Sie können mit einfachen Sätzen
beschreiben und erzählen über sich; die Familie; den Ort, wo sie wohnen; über die
Gegenstände in ihrer Umgebung (z.B. über ihre Wohnung oder Einrichtung) oder über ihren
Tagesablauf und andere Themen, die mit dem gegebenen Themenkreisen
zusammenhängen“.20

„Die Entwicklung des Themas einer Unterrichtsstunde ist ein zentrales Stück der
didaktischen Überlegungen. Im Thema der Stunde (wie auch einer Reihe) wird zum einen
der Sachgegenstand / Inhalt / Stoff - z.B. ein Text, eine Situation, eine Theorie, eine
Fachmethode etc. - genannt und zum anderen der Betrachtungsaspekt, unter dem der
Gegenstand im Unterricht gesehen und behandelt wird. Das Stundenthema ist zu
unterscheiden vom Stundenziel, welches die Ergebnislage nach der „Betrachtung“ /
Erarbeitung am Ende der Stunde angibt. Im Thema wird die Unterrichtsmethode für die
Erarbeitung des Sachgegenstandes nicht mitgenannt; sie ist Ergebnis der Methodenanalyse
und wird dort festgelegt oder/und als Operationalisierung im Stundenziel formuliert. Das
Thema selbst erscheint also auch nicht in der operationalisierten Form einer
Aufgabenstellung: Aufgaben und Operationen sind ebenso Elemente der methodischen
Überlegungen; in sie gehen die Vorstellungen vom methodischen Weg der Betrachtung /
Behandlung des Sachgegenstandes ein. In der didaktischen Analyse wird u.a. auch die Wahl
des Themas für die aktuelle Stunde begründet. Dabei werden die Intentionen der Lehrperson
deutlich.“21

„Planen für Unterricht ist auf die Präsentation und Repräsentation von Gegenständen
ausgerichtet. Dazu reicht es nicht aus, Inhalte bloß zu benennen. Es kommt vielmehr darauf
an, Fragestellungen oder Hinsichten in bezug auf Gegenstände zu entwickeln, um das
Woraufhin der unterrichtlichen Behandlung des Gegenstandes zu durchdenken und zu
bestimmen. Diesen Prozess kann man Thematisierung oder Themabildung nennen.
Thematisierungen findet man - im Gegensatz zu Inhalten - nicht vor; man muss sie in
Planungsvollzügen entwickeln. [ ... ] Thematisierungen implizieren immer schon
Vorstellungen über konkret im Unterricht anzustrebende und zu erreichende Ziele und dazu
geeignete Handlungen. Sie sind ein erstes wesentliches Bestimmungsstück des
Unterrichtsplans.“22

18 Vzdelávací štandard
19 Učebné osnovy
20 Vzdelávací štandard
21 http://www.fachdidaktik-einecke.de/1_Unterrichtsplanung/thema_der_stunde.htm
22 Planen als Praxis, S. 47

7

Das Lernziel dieser Unterrichtsstunde ist es ein „Wortschatz (ein Wortfeld) zum Thema
Wohnung aneingen.“ Dieser Lernziel korrespondiert mit dem Inhalt der Unterrichtsstunde, ist
dahen gut ausgewählt. Vielleicht könnte man ihn aber noch erweitern und spezifizieren, er
scheint mit etwas zu allgemein zu sein. Hier könnte man die Lernziele konkreter denifieren,
z.B.: Die Kinder werden am Ende der Unterrichtsstunde ihr Zuhause beschreiben können,
die Einrichtung und Ausstattung und sie werden die verschiedenen Möbelstucke benennen
können. Sie werden über ihre Vorstellungen über das eigene Zuhause sprechen können
Sie werden sich korrekt, fliesend und mit der benutzung der richtigen lexikalichen Einheiten
und ihrer richtigen Formen über die Wohnungskultur in der Slowakei äussern können.

Bei der Planung des komplexen Vorhabens einer Unterrichtsstunde antizipiert der Lehrer
zum Thema der Stunde die sachlogische, gedankliche, inhaltliche Entwicklung und stellt sich
vor, welche Zwischenergebnisse sich einstellen müssen, damit ein bestimmtes
Gesamtergebnis erreicht wird.

Im Gegensatz zu „Intentionen“ dienen Lernziele zur Antizipation der Ergebnislage am Ende
einzelner Phasen und der Stunde. Für die Verlaufsplanung und Methodisierung ist diese
Zielbestimmung erforderlich, da sonst Unterricht nicht mehr planbar wäre.

1. Die Einführungsphase der Unterrichtsstunde

Kursbuch, S. 65, die Bilder ansehen, über verschiedene Häuser sprechen, Adjektive
groß / klein, alt / neu, modern / altmodisch usw. benutzen. 5 Minuten.

Eine gute Unterrichtsstunde ist durchdacht und organisiert von den ersten Augenblicken an.
Es müssen subjektive und objektive Bedingungen entstehen für die Motivation der Lerner, für
den Drang nach neuem Wissen aber auch für die ernste Arbeit.

Dies ist auch eine gute Möglichkeit für der Lehrer um festzustellen, welche Wörter für die
Lerner unbekannt sind und welche nicht.

Die Einführung der Unterrichtsstunde ist gut. Die Lerner haben einen klaren Ansatz für das
Thema der Unterrichtseinheit, es ist klar, dass es um das Thema „Wohnung und Wohnen“
gehn wird. Die Visualisierung durch die Bilder im Kursbuch ist eine gute Methode, um die
Aufmerksamkeit der Lerner zu wecken und um si zu emutigen, über ihr eigenes Haus oder
Zimmer zu reden. Die Wörter, die eventuell für die Lerner neu oder unbekannt sein könnten,
sind in den Bildern beschrieben, so dass man sich leicht den visuelen Eindrück mit dem Wort
verknüpfen kann.

Hier kann das sogenannte mehrkanälige Lernen gut eigesetzt werden, also dass der Lehrer
mehrere Wege oder Spuren anbietet für das Gedächtnis im bezug auf die einordnung der
lexikalischen Einhaiten. Dies kann mit der Hilfe von unterschiedlichen Sinnersorganen
eingesetzt werden, hier z.B. die optische Visualisierung durch das gemalte Bild, das dazu
geschriebene Wort, das hören des neuen Wortes, das aussprecehn des Wortes und das
eventuelle aufschreiben des Wortes.

Den „je sinnlicher der Eindruck, desto kräftiger prägt er siech ein. Er prägt sich um
so genauer ein, je persönlicher ich ihn erfahre. Und: je vielfältiger die verbale
und die visuelle Komponente miteinander verwoben sind, desto tiefer "wächst" Wortschatz
fest.“23

23 Aufgabenhandbuch. Deutsch als Fremdsprache. Abriß einer Aufgabe - und Übungstypologie. S. 80

8

Auch das situative Gedächtniss spielt hier eine Rolle, denn die lexikalische Einheit wird im
einen bestimmten sprachlichen Kontext gespeichert, es geht hier um die formale Seite, die
hinter der grammatischen Funktion steht.

„In der Wortschatzdidaktik fordert man schon lange, Wörter nur im Zusammenhang zu
präsentieren. Die Darstellung der verschiedenen Zusammenhänge von Wörtern im Gehirn
lässt einmal den allgemeninen Schluss zu, dass immer verschiedene Arten von
Zusammenhängen von Wörter didaktisch praktiziert werden sollten. Konkret heisst dies,
dass nicht nur mit sogenannten „Wortfamilien““ gearbeiten werden sollte, die von der
Wortform her bestimmt sind... es empfielt sich vielmehr, auch andere Methoden der
Worschatzarbeit im Unterricht einzusetzen, um die kognitive Vernetzung oder Wörter auch
beim lernen angemessen zu berücksichtigen.“24

In der Einführungsphase wird weiter mit den antonymischen Adjektiven gearbeiten. Auch
wenn man Synonyme, Antonyme und Homonyme erst in der Semantisierungsphase einsetzt,
hier ergänzen sie diesen Teil gut. Hierzu könnte man aber vielleicht auch andere Bilder
zeigen, nicht nut die, die in dem Kursbuch stehen, um den Lernen noch einen besseren
Bezugspunk zu liefern, diese Antonyme besser zu visualisiern und sie noch mehr zu
motivieren.

„Wir versuchen mit allen Mitteln, dass die Schüler einsehen, dass das Lernen sinnvoll ist,
interessant und das es etwas wert ist zu lernen und zu wiederholen. Das Lernen soll nicht
erzwungen oder gleichgütig sein, sondern eine bewusste Aktivität. Diese muss ausreichend
motiviert sein ... in der Motivationsphase muss der Lehrer Motivationsmethoden nutzen um
das Interesse zu erwecken, z.B. schöne Bilder mitbringen, er verweist auf die eigene
Erfahrung oder die Praxis, er beruft sich auf die kenntnise aus den Medien oder einer
Exkursion. Zeitlich geht es hier um einen sehr kurzen Teil der Unterrichtsstunde, mit der man
das bewusste Lernen einführen kann.“25

2. Die Präsentationsphase der Unterrichtsstunde

Die Fragen auf der S. 65 unten beantworten: Wo möchtest du gern wohnen, wo nicht?
Sehen die Häuser bei uns auch so aus? Wie sieht dein Traumhaus aus?
5 Minuten.

Bei der Presentation beginnt man mit Texten, die man dann zerkleinert und die einzelnen
Erscheinungen erklärt. Bei der Produktion ist es dan schon umgekährt (Laute - Worte - Sätze
- Text)

Die Aufgaben für diese Phase der Unterrichtsstunde wurde ich eher der
Semantisierungsphase zuteilen, da hier meiner Meinung nach schon die Arbeit der Lernen
und ihr grösseres Verständnis für den Lernstoff nötig sind.

Aber an sich sind die Übungen gut ausgewählt. Erstens stellen die Bilder einen guten
Bezugspunkt zu Visualisierung da und auch ist es eine gute Anregung für eine Debatte.
Die Lernenden werden durch dieBilder angeregt andere, die sie kennen, zu beschreiben,
und so den neuen Wortschatz zu benutzen.
Auch kann durch die Frage „Gibt es in deinem Land auch solche Häuser?“ eine guter Ansatz
für die Beschreibung von verschiedenen Wohnungsmöglichkeitenin der Slowakei und z.B. in
Deutschland entstehen und damit vielleicht auch eine Diskussion ber die manchen
kulturellen Unterschiede in sachen Wohnung und Wohnen bei uns und im Ausland. Hier ist
es natürlich wichtig, dass der Lehrer diese auch kennt und sie angemessen für die

24 Wortschatzarbeit und Bedeutungsvermittlung. S.18
25 Vyučovací hodina, S. 84

9

Altersklasse beschreiben kann. Durch die Bilder kann man auch, z.B. über das Thema
„Wohnen im einen Haus und in einer Wohnung“ - was die Lerner besser finden, was
schlechter, was die Unterschiede sind.

Auch die Aufgabe „Stell dier vor, du kannst dir ein Zimmer einrichten, wie du möchtest. Wie
sieht es aus? Beschreibe es.“ ist gut ausgewählt. Hier wird einerseitz die Fantasie der Lerner
angeregt und es ist auch eine gute Motivationsmethode über die eigenen Vorstellungen zu
reden. Vielleicht könnte man hier auch noch zu Motivation ein paar Bilder zeigen mit
Fantasiewohnungen (z.B. Unterwassewelt oder Weltallwohnung) oder die Lerner könnten
auch dazu aufgefordert werden ein sollches Fantasiezimmer zu zeichnen und zu
beschreiben, vielleicht als Teil der Hausaufgabe. Andereseitz ist diese Übung auch gut
geeignet um die Grammatik zu üben - die Präpositionen (Ort), z.B. „Ein Bett steht neben dem
Schrank“ oder „Ein Bild hängt an der Wand“ obwohl diese vielleicht besser zu dem
Semantisierungsteil der Unterrichtsstunde passen würden.

3. Die Semantisierungsphase der Unterrichtsstunde

Semantisierung: Siete 66 - 67, Jugenzimmer. Die Schüler sollen die bilder 1 bis 3 ansehen,
dann die Wörter in den Bildern lesen. In Klassen- oder Partnerarbeit beantworten sie die
Fragen oben: Welches Zimmer gefällt dir am besten? Warum?
7 - 10 Minuten.

Bei der Semantisierung werden nichtsprachlige Elemente benutzt, wie Bilder, Gegenstände
zeigen oder auch Pantomime, und sprachlige Elemente - zweisprachige (hin und her
Übersetzung) und einsprachige (definieren, umschreiben, erklären). Hier wird auch die
Wortbildung oder die hierarchishe Beziehung erklärt, Synonyme, Antonyme, Homonyme
werden benutzt.

Die zu diesen Übungen gehörigen Bilder würde ich vielleicht eher dem Präsentationsteil
zuteilen, damit die Lerner sie sich erst ansehen können, da die Präsentation der Wörter erst
im Text und im Bild stattfinden sollte, man sollte erst die Wörter vorsprechen, dann sollten
sie die Lerner Nachsprechen und danach Lesen und Schreiben.

Aber auch hier wird gut mit den Bildern gearbeitet. Da dies die
Bedeutungsvermittlungsphase ist, können die Lerner die neuen lexikalischen Einheiten gut
mit dem Kontext verbinden und durch die Beschreibung in den Bildern wird die richtige
Bedeutung durch Definition vermittelt. Hier kann auch der Lehrer zusammen mit den Lernern
das Bild beschreiben, Unbekanntes umschreiben oder definieren und fals nötig, auch
übersetzen. Die Lerner können die Wörter laut lesen, eventuell könnten sie die neuen Wörter
oder die Sätze aufschreiben. Auch werden hier die Worte mit dem richtigen Artikel angeführt,
der Lehrer kann das auch noch näher beschreiben und erklären.

Die Lerner können hier lesen und diskutieren, der Lehrer kann hier die Aussprache korrigiren
fals nötig. Durch die Frage „Warum gefällt dir das eine Zimmer besser als das andere“ kann
eine Diskussion entstehen, die Lerner können lernen ihre eigene Meinung auszudrücken.

Auch ist die Partnerarbeit eine gute Methode, um mehr Dynamic in die Unterrichtsstunde zu
bringen und den Lernern die Möglichkeit zu geben miteinander zu Kommunizieren und sich
selber neue Fragen und Antworten zu den Bildern zu stellen.
Partnerarbeit findet in einer zeitlich enger begrenzten Unterrichtsphase statt, wenn 2 (bis
max.3) Schüler, in der Regel die Banknachbarn, miteinander durch gemeinsame
Kommunikation etwas zu erarbeiten haben.

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Partnerarbeit ist ein schülerorientiertes Verfahren. Das Lernen erfolgt hier durch
kooperatives und kommunikatives Arbeiten. Das Ziel ist es im gemeinsamen Untersuchen
und Erörtern ein Problem lösen oder das sich die Lerner gegenseitig ergänzen aufgrund
individuell unterschiedlicher Erfahrungen oder Kenntnisse bei Sammelaufgaben. Dass
Lerneffekt ist hier eine Form der Kooperatin aufbauen und Fremdperspektive einnehmen

4. Die Einübungsphase der Unterrichtsstunde

Spiel: Klasse in Dreiergruppen aufteilen. In jeder Gruppe beschäftight sich ein Schüler mit
einem anderen Bild. Die Schüler schreiben die Wörter ihres Bildes einzeln auf kleine Karten
und zeichen auch die Gegenstände jeweils auf kleine Karten.
10 -15 Minuten.

Übung A2, S. 67: Liste mit den Wörtern erstellen und in Stillarbeit ankreuzen: Was habt ihr in
euerer Wohnung / euerem haus / Zimmer. Dann können sie weiter auch den parter fragen.
5 - 10 Minuten.

Das Spiel auf der Basis von Memory ist für die Einübungsphase gut geeignet, auch wenn ich
vielleicht zuerst die Übung aus dem Kurschbuch und erst dan das Spiel machen würde, weil
es sein könnte, dass sich danach die Lerner nicht mehr so gut konzentrieren können und die
„Stillarbeit“ könnte vielleicht ein Problem werden. Auch der Zeitaufwand für die Vorbereitung
(das finden, schreiben und zeichnen der jeweiligen Bilder, so wie das ganze Spiel bis zum
Sieg einer Gruppe) ist ziemlich gross und es könnte passieren, dass es länger dauert als
vorgesehen.

Aber für die Einübung der neuen Wörter ist es gut geeignet, das Zeichnen und Spielen in der
Unterrichtstunde macht Spass und motiviert die Lerner, auch ist es dank der unbewussten
Momorizierung ein guter Weg sich die neuen Wörter schneller einzuprägen und die
Aufmerksamkeit und auch das Konkurenzgefühl zu fördern.

Die Übung aus den Kurschbuch ist gut gewählt, auch wenn konkret diese Übung auch in die
Anwendungsphase passen würde. Die Kinder werden noch einmal mit dem neuen
Wortschatz konfrontiert. Sie kreutzen die Sachen an, die sie in der eigenen Wohnung /
Zimmer haben, damit wird noch einmal die Bedeutung der Wörter bewusstgemacht. Auch
können sich die Lerner gegenseitig Fragen stellen und so den Wortschatz und die damit
verbundene Fragenstellung anwenden und üben.

„Die Form von Einüben und Wiederholen von Kenntnisses haben schon die Pädagogen in
der Antike angewendet ... durch das modelieren, malen, arbeiten, dramatizieren lernt der
Schüler das neu gelernte besser kennen und er befestigt und fixiert es damit.“26

26 Vyučovací hodina, S. 88

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5. Die Anwendungsphase der Unterrichtsstunde

Anwendung: S. 67, Übung 4, Wo ist was? Schau das dritte Zimmer genau an. Lies und
ordne zu.
5 Minuten (kann auch als Hausaufgabe sein)

Diese Übung ist gut geeignet für das Ende der Unterrichtsstunde, da sie auf der
Wiederholung des schon bekannten Lernstoffes beruht und fals die Zeit nicht mehr reichen
wurde in der Stunde, können die Lerner die Übung auch zu Hause fertig machen.

Es ist auch so eine Art von Spiel, da die Lerner die gesuchten Gegenstände erst
identifizieren und finden müssen und danach die richtigen Aussagen darüber machen
müssen, z.B. „Das Federmäppchen liegt unter meinem Bett.“

Die Hausaufgabe „Mache ein Projekt von deinem Zimmer und beschreibe die Möbel“ ist zwar
gut inhaltich gehalten - es bezieht sich gut auf den Inhalt der Unterrichtsstunde, die Lerner
wiederholen das gelernte zu Hause auf einem Modell, dass für sie bekannt ist und leicht
nachvollziehbar ist - jedoch meiner Meinung nach ist die Form, wie die Hausaufgabe
formuliert ist, nicht eindeutig. Es könnte ein Missverständnis entstehen, ob die Lerner das
eigene Zimmer malen sollen und dan beschreiben, oder nur die Möbel aufzählen sollen, die
sie haben oder ob sie ein Modell des Zimmers nachbauen sollen (was das Wort „Projekt“
initiieren könnte).

Insgesamt finde ich diesen Entwurf der Unterrichtsstunde gut. Der Inhalt und die gesamte
Präsentation ist für die entsprechende Altersgruppe richtig, auch das Spiel ist sehr gut
ausgewählt. Wenn wir davon ausgehen, dass die Lerner schon einen gewisse Ansatz am
Wortschatz haben, dann ist auch die Regel, dass man pro Unterrichtseinheit 8 bis 12 neue
lexikalische Einheiten vermitteln sollte, erfüllt. Da das Lehrwerk ein sehr gutes, zu den
einzelnen Kapiteln genau passendes Arbeitsbuch hat, würde ich vielleicht auch mehr damit
arbeiten und auch die neuen Wörter auf die Tafel schreiben und die Lerner dazu auffordern,
die Wörter und die Sätze in ihre Hefte zu schreiben.

Was mir am besten gefallen hat war, das der Lehrer die Unterrichtsstunde nicht durch einen
Monolog oder nur reine Exposition des neuen Stoffs geführt hat, sondern dass die Lerner die
Möglichkeit hatten frei zu kommunizieren und den neuen Wortschatz aktiv in einer
Diskussion zu entfalten.

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Wien: Edition Praesens, 2005.
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Storch, G.: Deutsch als Fremdsprache - Eine Didaktik.
München: Fink Velrag, 2001.
S. 55 - 73

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Vzdelávací štandard z cudzích jazykov pre 5. - 9. ročník ZŠ

(anglický, nemecký, francúzsky, ruský jazyk) Schválilo Ministerstvo školstva SR dňa.
30.8.2002 pod číslom 1263/2002 s platnosťou od 1. septembra 2002
Vypracovali: PaedDr. K. Bockaničová, Mgr. R. Hokynková, Mgr. Z. Nieburová, Mgr. A.
Stankovianska, K. Biskupičová, Mgr. M. Bartošová, Mgr. M. Kalábová, Mgr. J. Nôta

Učebné osnovy - Nemecký jazyk ako 1. cudzí jazyk pre vyučovanie
v 5. - 9. ročníku ZŠ (so začiatkom v 1., resp. v 3. ročníku ZŠ)
Schválilo Ministerstvo školstva Slovenskej republiky dna 8. júna 1998 rozhodnutím
číslo 2080/98-4 s platnosťou od 1. septembra 1998

Učebné plány pre 1. až 9. ročník základných škôl
Schválilo Ministerstvo školstva Slovenskej republiky
dna 14. mája 2003 číslo 520/2003-41 s platnosťou od 1. septembra 2003

Web

http://wortschatz.uni-leipzig.de
Projekt Deutscher Wortschatz, Universität Leipzig
log in: 16.5.2008

http://www.deutsch.gr/img/popoti_didaktik_aber_wie.doc

Ποπότη Παναγιώτα: Didaktik aber wie? (Im Rahmen der ASEP-Prüfung)

log in: 16.5.2008

http://www.fachdidaktik-einecke.de/1_Unterrichtsplanung/antizipation_schuelerhorizont.htm
Günther Einecke
log in: 16.5.2008

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http://www.fachdidaktik-einecke.de/1_Unterrichtsplanung/didaktisch_methodische_analyse.h
tm
Günther Einecke
log in: 16.5.2008

in: http://www.fachdidaktik-einecke.de/1_Unterrichtsplanung/beurteilung_von_unterricht.htm
Günther Einecke
log in: 16.5.2008

http://www.fachdidaktik-einecke.de/1_Unterrichtsplanung/thema_der_stunde.htm
Günther Einecke
log in: 16.5.2008

http://www.statpedu.sk/buxus/generate_page.php?page_id=723
Štátny pedagogický ústav
log in: 16.5.2007

http://www.berlin.de/sen/bildung/schulorganisation/lehrplaene
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin
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http://www.hueber.de/huebershop/detail.html?action=show&elka_id=345628&isbn=978-3-19-
001655-6&selected_elka_id=464868
Hueber Verlag

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